Vertrauensfrage - Vertrauen Sie der Frage?
Sie soll dafür da sein, eine Regierungskrise im Falle dessen, dass eine Regierung nicht mehr regierungsfähig ist, abzuwenden und das Parlament aufzulösen. Das heißt innerhalb einer kurzen Zeit finden dann Neuwahlen statt.
Jetzt sieht das also wie folgt aus: Die Regierung hat die Mehrheit im Bundestag. Also geht die SPD nun hin und erklärt allen Abgeordneten, wie man es denn anstelle, die Vertrauensfrage auch wirklich zu verlieren.
Stellen wir uns doch einmal den Gesprächsverlauf dieser Diskussion vor:
Schröder: Also, Genosse, Du darfst mir nicht mehr vertrauen. Wir müssen die Vertrauensfrage unbedingt verlieren.
Abgeordneter: Aber Genosse Bundeskanzler, Warum sollte ich Dir denn nicht mehr vertrauen. Nein - ich vertraue Dir.
Schröder: Dann tu wenigstens so, als wärest Du Dir nicht ganz sicher, ob Du mir vertrauen würdest.
Abgeordneter: Aber ich bin mir doch sicher, dass ich Dir vertraue!
Schröder: Es könnte aber sein, dass wir dann die Vertrauensfrage garnicht verlieren, wenn mir alle Abgeordneten unserer Koalition vertrauen. Und das wäre nicht gut.
Abgeordneter: Wieso wäre das denn nicht gut?
Schröder: Das kann ich Dir jetzt nicht erklären. Aber es ist so. Vertrau mir!
Also - wenn Sie jetzt noch an eine Vertrauensfrage glauben, dann sollten Sie vielleicht mal zum Arzt gehen. Vertrauen Sie mir!
Schönen Vertrauenstag.

